Schatzsuche

28. Mai 2018

Zur Druckgraphik bei Christian Schad – Band 5 des Werkverzeichnisses

 

Die wissenschaftliche Erschließung des Gesamtwerkes von Christian Schad sowie die Herausgabe des Werkverzeichnisses hat sich die Christian-Schad-Stiftung Aschaffenburg zur Aufgabe gemacht. Das Projekt, unterstützt von der Unterfränkischen Kulturstiftung des Bezirk Unterfranken, bildet die Grundlage für weitere Forschungsarbeiten und das zukünftige Christian Schad Museum in Aschaffenburg. Die Kunsthistorikerin Dr. Nicole Brandmüller-Pfeil wurde mit der Untersuchung des druckgraphischen Werks von Christian Schad beauftragt und gibt an dieser Stelle einen kurzen Einblick in ihre Arbeit:

Von fast jedem der circa 350 druckgraphischen Titel, die Schad ab 1913 bis zu seinem Tod 1982 geschaffen hat, gibt es in der Christian-Schad-Stiftung ein oder mehrere Exemplare, dazu kommen Probe- und Andrucke sowie Vorarbeiten wie Entwurfszeichnungen und Pausen. Ausnahmen bilden wenige Frühdrucke, die sich in Privatbesitz und in anderen öffentlichen Einrichtungen wie etwa in The Israel Museum in Jerusalem befinden. Die Arbeit am Original ist daher sehr fruchtbar.

Druckgraphisch gearbeitet hat Schad in den unterschiedlichsten Techniken. Besonders experimentierfreudig war der Künstler in den 1950er Jahren, wo großformatige Lithographien, vielfarbige Linolschnitte neben kleinformatigen Radierungen und Monotypien einen vielfältigen Einblick in sein Oeuvre geben. Ergänzt wird die Arbeit mit den Originalen durch die Forschungsarbeit im Archiv. Wie auf einer Schatzsuche entdeckt man dabei immer wieder spannendes Material, so auch handschriftliche Notizen zur Graphik. Darin hat Schad zu vielen Werken ab Mitte der 1950er Jahren detailliert Technik und verwendete Farben sowie Druckbesonderheiten vermerkt. Tatsächlich eine kleine Kostbarkeit, die in dieser Form bei Künstlern des 20. Jahrhunderts nicht zu finden ist.

 

Titelbild: Dr. Nicole Brandmüller-Pfeil untersucht im Christian Schad Archiv eine Druckgraphik von Christian Schad. Foto: Anja Lippert, Museen der Stadt Aschaffenburg

 

Weitere Informationen zum Werkverzeichnis

 

Wozu ein Werkverzeichnis?

Keine Kommentare

Was gibt es hier zu lesen?

Wer ist Christian Schad? Warum gibt es das Christian Schad Museum in Aschaffenburg? Wo wird das Museum gebaut? Was wird dort ausgestellt? Wie wird es aussehen?

Viele Fragen tauchen auf, wenn ein neues Museum entsteht. Die Antworten darauf geben wir von den Museen der Stadt Aschaffenburg und bieten gleichzeitig einen Blick hinter die Kulissen.

Wer schreibt?

Hier schreibt, wenn nicht anders angegeben, die Verantwortliche für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Museen der Stadt Aschaffenburg. Ab Oktober 2018 ist es Natalie Ungar M.A, zuvor war es Anne Kraft M.A.

Kontakt

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen