Wozu ein Werkverzeichnis?

31. Januar 2017

Ein Werkverzeichnis trägt alle Informationen zu den Arbeiten eines Künstlers zusammen, die bei öffentlichen Institutionen, privaten Sammlern oder im Kunsthandel zu finden sind:  Wann ist ein Gemälde entstanden? Welche Farben und Materialien hat der Künstler verwendet? Was hat er dargestellt? Wer hat das Werk wann in seinem Besitz gehabt? Wo wurde es ausgestellt? … und vieles mehr.

Mit dem Werkverzeichnis werden wichtige Informationen zur Herkunft, Echtheit und Qualität eines Werkes recherchiert. Hintergrundinformationen, die historische Bedeutung und die Einordnung eines Werkes in das Gesamtschaffen des Künstlers sind nicht nur von allgemeiner kunsthistorischer Bedeutung. Auch der Kunsthandel richtet sich in der Regel bei der Einordnung eines Objektes, wenn es verkauft wird oder bei einer Auktion erscheinen soll, nach den Angaben eines Werkverzeichnisses.

Selbstverständlich werden sämtliche Informationen, die den Handel, Privatpersonen oder auch Museen betreffen, vertraulich behandelt. Personendaten und Wertangaben werden grundsätzlich nie veröffentlicht, nur Fakten, die zu einem Objekt von historisch-wissenschaftlichem Interesse sind.

Die Werkverzeichnisse, die gegenwärtig zu Christian Schad entstehen, werden im Auftrag der Christian Schad Stiftung und der Museen der Stadt Aschaffenburg von externen Spezialisten erarbeitet. Der Umfang ist auf fünf Bände angelegt: Das Werkverzeichnis der Gemälde erschien 2008, Fotographie 2012, der Band zu den Schadographien ist für 2017 geplant. Die Arbeiten an den beiden Verzeichnissen der Druckgraphiken und der Zeichnungen wurden 2016 begonnen. Alle Bände erscheinen beim Wienand Verlag in Köln (www.wienand-verlag,de) und werden jeweils in Deutsch und Englisch publiziert.

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